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Samuel Barber (1910–1981) – Toccata Festiva, op. 36

Symphonien, Konzerte, Opern, Vokalmusik, Kammermusik – Samuel Barbers Œvre deckt eine Vielzahl verschiedener Gattungen ab. Sein reiches Erbe umfasst so bekannte Kompositionen wie das Adagio für Streicher und das Bühnendrama Anthony and Cleopatra, einem Auftragswerk zur Einweihung des neuen Metropolitan Opera House in New York im Jahre 1966. Samuel Barber gilt heute unter Kennern als einer der talentiertesten amerikanischen Komponisten des 20. Jahrhunderts. Der amerikanische Spätromantiker Samuel Barber komponierte die Toccata Festiva im Frühjahr 1960 in seinem Sommerhaus in der Nähe von Mount Kisco, New York. Das Stück wurde erstmals am 30. September 1960 an der Philadelphia Academy of Music mit dem Philadelphia Orchestra unter der Leitung von Eugene Ormandy aufgeführt. Solist war Paul Callaway, Organist und Chorleiter der Washington National Cathedral. Barbers atemberaubendes virtuoses Werk weist ein unglaubliches Spektrum an Klangfarben auf. Zugleich besitzt es die lyrische und dramatische Ausdruckskraft, die auch sein wohl berühmtestes Werk das Adagio for Strings auszeichnet. Toccata Festiva – der Titel ist Programm. Das Wort Toccata kommt vom italienischen toccare für "berühren" und steht für die furiose und schnelle Fingerfertigkeit des Organisten. Treibende musikalische Kraft der Toccata ist das 5/8-Motiv.

Félix Alexandre Guilmant (1837–1911) – Symphonie Nr. 1 in d-Moll, op. 42

Félix Alexandre Guilmant zählt zu den großen Künstlerpersönlichkeiten im Frankreich der Belle Époque. Durch seine Kompositionen wie der Symphonie für Orgel und Orchester und der acht Orgelsonaten trug Guilmant wesentlich zur Bildung eines eigenständigen französisch-romantisch-symphonischen Orgelstils bei. Seine Werke sind erfüllt von Harmonie, musikalischer Intensität und Farbenreichtum. Die  Symphonie  No. 1 in d-Moll, op. 42, erstmals im August 1878 in Paris aufgeführt, ist König Leopold II. von Belgien gewidmet. Er selbst spielte bei der Uraufführung im Pariser Palais du Trocadéro die Orgel, begleitet vom Orchestre Colonne unter der Leitung von Edouard Colonne. Guilmants Instrumentierung ist sehr ausdrucksstark und variantenreich. Neben einer großen Streicherbesetzung kommen vier Hörner, zwei Trompeten, drei Posaunen, eine Bass-Tuba  und Pauken zum Einsatz. Eine Besonderheit in diesem Werk ist im Kopfsatz der sich abwechselnde Dialog zwischen Orgel und Orchester und das wechselseitige Aufnehmen und Weiterführen der jeweiligen Themen und Motive, die in einem grandiosen Finale enden.

Joseph Jongen (1873–1953)  Symphonie Concertante für Orgel und Orchester, op. 81
Die Symphonie Concertante von Jongen ist ein Kraftakt sowohl für das Orchester als auch den Organisten. Dieses Werk ist einmalig, da Jongen sich für die einzelnen Sätze bewusst für jeweils unterschiedliche Kompositionsstile entschied. Der erste Satz ist im neoklassizistischen Stil gehalten, während der zweite Satz – im 7/8-Takt – als eine Art Scherzo mit Jazz-Elementen erscheint. Der dritte Satz ist in gewisser Weise ein Klang- und Farbwerk im impressionistischen Stil, in dem das gesamte Farbenspektrum des Orchesters und der Orgel zur Geltung kommt. Im vierten und letzten Satz, einer typischen französischen Orgel-Toccata, darf das Publikum ein wahrliches Musik-Feuerwerk erleben. Der Final-Satz gilt zweifellos als einer der aufregendsten Momente der gesamten Literatur für Orgel und Orchester.

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